Wahrhaftigkeit 5
Une normativité sans histoire ? Foucault, Engel et la normativité de la vérité
Erscheint in Dialogue : Revue canadienne de philosophie
Indem Pascal Engel den Wahrheitsbegriff dem foucaultschen Historismus entzieht, setzt er die „Tugenden der Wahrheit“ letztlich der negativen Genealogie Foucaults noch stärker aus. Dieser Artikel schlägt eine ambitioniertere Lesart der positiven Genealogie dieser Tugenden vor und zeigt, dass die Pflege von Genauigkeit und Aufrichtigkeit als intrinsischen Werten eine funktionale Notwendigkeit und kein historischer Zufall ist. Die Rechtfertigung des Tugendstatus dieser Dispositionen liefert eine robustere Verteidigung gegen foucaultschen Zynismus und die zeitgenössische Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheit.
Wahrheit, Normativität, epistemische Normen, epistemische Tugenden, Glaube, Behauptung
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Can AI Rely on the Systematicity of Truth? The Challenge of Modelling Normative Domains
Philosophy & Technology 38 (34): 1–27. 2025. doi:10.1007/s13347-025-00864-x
Argumentiert, dass die Asystematizität normativer Bereiche, die aus der Pluralität, Unvereinbarkeit und Inkommensurabilität von Werten resultiert, die Fähigkeit der KI herausfordert, diese Bereiche umfassend zu modellieren, und die unverzichtbare Rolle menschlicher Handlungsfähigkeit in der praktischen Deliberation unterstreicht.
KI, Asystematizität, LLM, Technikphilosophie, Normativität, Systematizität
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The Shaken Realist: Bernard Williams, the War, and Philosophy as Cultural Critique
European Journal of Philosophy 31 (1): 226–247. 2023. Mit Nikhil Krishnan. doi:10.1111/ejop.12794
Bietet eine neue Lesart von Ethics and the Limits of Philosophy, indem sie die weiter reichenden kulturellen Resonanzen des Buches herausarbeitet. Weit davon entfernt, bloss eine Kritik akademischer Tendenzen zu sein, erweist sich das Buch als eine Auseinandersetzung mit ethischen Fragen, die im Gefolge des Zweiten Weltkriegs besondere Dringlichkeit erhielten: die Primatstellung des Charakters gegenüber der Methode, die Pflicht, Befehlen zu folgen, und die Möglichkeit, Wahrheit, Wahrhaftigkeit und ein sinnvolles Leben zu verbinden.
Kulturkritik, Ethik, analytische Philosophie, Autorität, 20. Jahrhundert, britische Philosophie
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Nietzsche’s English Genealogy of Truthfulness
Archiv für Geschichte der Philosophie 103 (2): 341–63. 2021. doi:10.1515/agph-2018-0048
Ausgehend von verschiedenen nachgelassenen Fragmenten rekonstruiert der Aufsatz Nietzsches wenig bekannte frühe genealogische Darstellung davon, wie der Wert der Wahrheit und die Kultivierung der Tugend der Wahrhaftigkeit nicht aus einer reinen Liebe zur Wahrheit hervorgegangen sind, sondern aus der praktischen Notwendigkeit sozialer Kooperation.
Genealogie, 19. Jahrhundert, Nietzsche, Kontinentalphilosophie, soziale Kooperation, Wahrhaftigkeit
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Williams’s Pragmatic Genealogy and Self-Effacing Functionality
Philosophers’ Imprint 18 (17): 1–20. 2018. doi:2027/spo.3521354.0018.017
Rekonstruiert Williams’ genealogische Untersuchung der sozialen Funktion der Normen der Wahrhaftigkeit und arbeitet ihre sozialen und politischen Implikationen heraus. Entwickelt ein Verständnis dieser „pragmatischen“ Form der genealogischen Methode, das zeigt, dass sie in einzigartiger Weise geeignet ist, mit Praktiken umzugehen, die das aufweisen, was ich „selbstverschleiernde Funktionalität“ nenne – Praktiken, die nur insofern und gerade deshalb funktional sind, als und weil wir sie nicht wegen ihrer Funktionalität ausüben.
Bernard Williams, Ethik, Funktionalität, Genealogie, Naturalismus, Wahrheit
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