Rechtfertigung 2

The Self-Effacing Functionality of Blame

Philosophical Studies 178 (4): 1361–1379. 2021. doi:10.1007/s11098-020-01479-y

Führt den Begriff der „selbstverschleiernden Funktionalität“ ein, um zwei gegensätzliche Auffassungen des Vorwurfs zu versöhnen. Zwar erfüllt Vorwurf eine wichtige regulative Funktion, doch verlangt gerade diese Funktionalität, dass er durch nicht-instrumentelle moralische Gründe und nicht durch seine Funktionalität gerechtfertigt wird. Dieser Ansatz bewahrt die Einsichten instrumentalistischer Auffassungen und vindiziert zugleich die Autorität unserer moralischen Gründe, Vorwürfe zu erheben.

Tadel, Moralpsychologie, Ethik, Funktionalität, Normativität, Rechtfertigung

PDF herunterladen

Wittgenstein on the Chain of Reasons

Wittgenstein-Studien 7 (1): 105–30. 2016. doi:10.1515/witt-2016-0108

Dieser Artikel untersucht Wittgensteins Konzeption der Rationalität anhand des zentralen Bildes der „Kette“ und argumentiert, dass Gründe nicht durch intrinsische Eigenschaften definiert sind, sondern durch ihre relationale Rolle, Handlungen verständlich zu machen. Der Autor vertritt die These, dass Ketten von Gründen – im Gegensatz zu Kausalketten – notwendigerweise endlich und in gemeinschaftlichen Praktiken des Gründegebens verankert sind, was bedeutet, dass die Rechtfertigung unvermeidlich an den Grenzen eines spezifischen Sprachspiels endet. Schließlich legt der Beitrag nahe, dass diese endliche Struktur die Handelnden von der irreführenden Erwartung einer unendlichen Rechtfertigung befreit, während sie gleichzeitig die Reichweite von Gründen auf jene spezifischen Praktiken beschränkt, die sie stützen.

Handlungstheorie, Wittgenstein, Gründe und Ursachen, Philosophie des Geistes, Erklärung, Rechtfertigung

PDF herunterladen