Rationalitaet 3
Explainability through Systematicity: The Hard Systematicity Challenge for Artificial Intelligence
Minds and Machines 35 (35): 1–39. 2025. doi:10.1007/s11023-025-09738-9
Bietet einen Rahmen, um über die „Systematizität des Denkens“ nachzudenken: Er unterscheidet vier Bedeutungen der Wendung, entschärft die vermeintliche Spannung zwischen Systematizität und Konnektionismus, die Fodor und Pylyshyn einflussreich diagnostiziert haben, und identifiziert eine „harte“ Form der Systematizitätsherausforderung, der konnektionistische Modelle weiterhin nicht gewachsen sind.
KI, erklärbare KI, Philosophie der KI, Rationalität, Systematizität, Begriffswandel
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How Genealogies Can Affect the Space of Reasons
Synthese 197 (5): 2005–2027. 2020. doi:10.1007/s11229-018-1777-9
Versuche, Gründe aus Behauptungen über die Genese von etwas abzuleiten, gelten oft als genetischer Fehlschluss: Sie verwechseln Genese und Rechtfertigung. Eine Möglichkeit für Genealogien, diesem Einwand auszuweichen, besteht darin, sich auf die funktionalen Ursprünge von Praktiken zu konzentrieren. Das ruft jedoch einen zweiten Einwand hervor: Der Versuch, aus der ursprünglichen Funktion auf die heutige Funktion zu schliessen, leide an einem Kontinuitätsbruch – die Bedingungen, auf die etwas ursprünglich reagierte, bestehen nicht mehr. Der Aufsatz zeigt, wie normativ ambitionierte Genealogien beide Probleme vermeiden können.
Genealogie, Bernard Williams, Craig, Erkenntnistheorie, Normativität, Raum der Gründe
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Wittgenstein on the Chain of Reasons
Wittgenstein-Studien 7 (1): 105–30. 2016. doi:10.1515/witt-2016-0108
Dieser Artikel untersucht Wittgensteins Konzeption der Rationalität anhand des zentralen Bildes der „Kette“ und argumentiert, dass Gründe nicht durch intrinsische Eigenschaften definiert sind, sondern durch ihre relationale Rolle, Handlungen verständlich zu machen. Der Autor vertritt die These, dass Ketten von Gründen – im Gegensatz zu Kausalketten – notwendigerweise endlich und in gemeinschaftlichen Praktiken des Gründegebens verankert sind, was bedeutet, dass die Rechtfertigung unvermeidlich an den Grenzen eines spezifischen Sprachspiels endet. Schließlich legt der Beitrag nahe, dass diese endliche Struktur die Handelnden von der irreführenden Erwartung einer unendlichen Rechtfertigung befreit, während sie gleichzeitig die Reichweite von Gründen auf jene spezifischen Praktiken beschränkt, die sie stützen.
Handlungstheorie, Wittgenstein, Gründe und Ursachen, Philosophie des Geistes, Erklärung, Rechtfertigung
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