Metaethik 9

Internalism from the Ethnographic Stance: From Self-Indulgence to Self-Expression and Corroborative Sense-Making

The Philosophical Quarterly 75 (3): 1094–1120. 2025. doi:10.1093/pq/pqae051

Argumentiert, dass Bernard Williams’ Internalismus über Gründe die philosophische Grundlage seines Liberalismus bildet und dass er im Zusammenhang mit seinem späteren Werk zur Normativität genealogischer Erklärung und zur ethnographischen Haltung verstanden werden muss, in der wir uns imaginativ in eine begriffliche und motivationale Perspektive hineinversetzen, ohne sie zu bejahen.

Deliberation, Ethik, Genealogie, Geschichte, Internalismus, Metaethik

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Virtues, Rights, or Consequences? Mapping the Way for Conceptual Ethics

Studia Philosophica: The Swiss Journal of Philosophy 83 (1): 9–22. 2024. doi:10.24894/StPh-en.2024.83002

Skizziert die Weisen, in denen moralische und politische Reflexion darüber, welche Begriffe zu verwenden sind, sich an tugendethischen, deontologischen und konsequentialistischen Traditionen orientieren kann, und markiert die wichtigsten Schwierigkeiten, denen jede Herangehensweise gegenübersteht.

Begriffsethik, Conceptual Engineering, Metaethik, Moralpsychologie, politische Philosophie, Tugendethik

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Ethics Beyond the Limits: New Essays on Bernard Williams’ Ethics and the Limits of Philosophy

Mind 132 (525): 234–243. 2023. doi:10.1093/mind/fzaa077

Bespricht einen Sammelband mit Essays zu Williams’ Ethics and the Limits of Philosophy und bietet eine substanzielle Verteidigung von Williams gegen humesche Kritiken; es wird argumentiert, dass Williams tatsächlich vindizierende Genealogien für grundlegende ethische Begriffe wie Verpflichtung verwendet, diese jedoch von ihrer Verzerrung innerhalb des Moralsystems trennt. Synthetisiert unterschiedliche Deutungen von Williams’ Relativismus der Distanz und praktischer Notwendigkeit und deutet sie nicht als Skepsis, sondern als Untersuchungen von Authentizität und dem irreduzibel erstpersonalen Charakter der Deliberation. Stellt den Band als Beleg dafür dar, dass Williams’ Projekt nicht bloss destruktiv war, sondern ein befreiender Versuch, ethische Gedanken zu legitimieren, die ausserhalb der rigiden Grenzen moderner Moraltheorie existieren.

Bernard Williams, Ethik, Genealogie, Moralsystem, Metaethik, Deliberation

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Nietzsche’s Conceptual Ethics

Inquiry 66 (7): 1335–1364. Tagungsband der International Society of Nietzsche Studies. 2023. doi:10.1080/0020174X.2022.2164049

Obwohl Nietzsche zwei scheinbar gegensätzliche Weisen der Begriffs­bewertung zu verfolgen scheint – die eine richtet sich auf die Wirkungen von Begriffen, die andere auf das, was Begriffe ausdrücken –, entwickelt dieser Aufsatz eine Darstellung des expressiven Charakters von Begriffen, die beide Weisen vereint und einen leistungsfähigen Ansatz für praktische Überlegungen dazu liefert, welche Begriffe zu verwenden sind.

Begriffsethik, Conceptual Engineering, Genealogie, Naturalismus, Umwertung der Werte, Expressivismus

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Choosing Values? Williams contra Nietzsche

The Philosophical Quarterly 71 (2): 286–307. 2021. doi:10.1093/pq/pqaa026

Hebt anhaltende epistemische und metaphysische Schwierigkeiten hervor, die jedem Projekt entgegenstehen, die Werte, nach denen wir leben, zu bewerten und zu verbessern – auch in der zeitgenössischen begrifflichen Ethik und im Conceptual Engineering – und argumentiert, dass Versuche, diese Schwierigkeiten zu umgehen, der Illusion Saint-Justs erliegen: dem Irrtum, zu glauben, ein Wertegefüge aus einem politischen Kontext lasse sich erfolgreich in einen anderen politischen Kontext verpflanzen.

Begriffsethik, Conceptual Engineering, Begriffswandel, Genealogie, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert

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Whence the Demand for Ethical Theory?

American Philosophical Quarterly 58 (2): 135–46. 2021. Mit Damian Cueni. doi:10.2307/48614001

Bietet eine praktische Herleitung der Notwendigkeit, dass öffentliches und gerichtliches Schliessen eine stärker diskursive und konsistente Form annehmen muss als private Überlegungen (ein Thema, das ich in Kap. 10 meines zweiten Buches ausführlicher behandle).

Öffentlich Grund, Ethiktheorie, Genealogie, Metaethik, Legitimität, Begriffswandel

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On Ordered Pluralism

Australasian Philosophical Review 3 (3): 305–11. 2019. doi:10.1080/24740500.2020.1859234

Ausgehend von der Debatte über das „Moral Justice Forgiveness“ und das „Gifted Forgiveness“ untersucht dieser Aufsatz kritisch Miranda Frickers Methode, pluralen Auffassungen einer Praxis eine Ordnung zu geben. Er argumentiert, dass die Auswahl eines Paradigmenfalls wie „Moral Justice Forgiveness“ nicht absolut ist, sondern davon abhängt, welchen funktionalen Aspekt der Praxis man erklären möchte.

Fricker, Conceptual Engineering, Metaethik, Methodologie, Pluralismus, Moralpsychologie

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Nietzsche as a Critic of Genealogical Debunking: Making Room for Naturalism without Subversion

The Monist 102 (3): 277–297. 2019. Mit Damian Cueni. doi:10.1093/monist/onz010

Argumentiert, dass Nietzsches genealogische Methode entgegen verbreiteter Auffassung nicht darauf abzielt, zu subvertieren, indem sie immanente und niedere naturalistische Ursprünge aufdeckt – im Gegenteil: Nietzsche ist ein Kritiker eines so verstandenen genealogischen Debunkings, weil es droht, Reflexion in einer durch wissenschaftlichen Fortschritt zunehmend entzauberten Welt zu einer universellen Säure zu machen. Stattdessen befürwortet Nietzsche eine Perspektive, die naturalistisches Verständnis zulässt und den Gegensatz zwischen vindizierenden und subversiven Genealogien innerhalb des Raums naturalistischer Ursprünge neu zieht.

genealogische Entlarvung, Genealogie, Metaethik, Naturalismus, Kontinentalphilosophie, 19. Jahrhundert

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