Conceptual Engineering and the Politics of Implementation
Pacific Philosophical Quarterly 103 (3): 670–691. 2022. Mit Friedemann Bieber. doi:10.1111/papq.12394
Argumentiert, dass der Grad an Kontrolle, den wir über begrifflichen Wandel haben, selbst etwas ist, das wir beeinflussen können. Und während manche Bereiche die Institutionalisierung der Macht erfordern, begriffliche Innovationen durchzusetzen – weil es starke praktische Zwänge gibt, sich auf eine einheitliche, harmonisierte Fachterminologie zu koordinieren –, gibt es zugleich liberale und demokratische Gründe dafür, Conceptual Engineering standardmässig schwer umsetzbar zu machen.
Conceptual Engineering, Begriffsethik, Begriffswandel, Koordination, Liberalismus, Macht
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Revealing Social Functions through Pragmatic Genealogies
In Social Functions in Philosophy: Metaphysical, Normative, and Methodological Perspectives. Rebekka Hufendiek, Daniel James und Raphael Van Riel (Hrsg.), 200–218. London: Routledge. 2020. doi:10.4324/9780429435393
Der Aufsatz argumentiert, dass Naturzustandsnarrative, gelesen als dynamische Modelle statt als Geschichtsschreibung, sichtbar machen können, wie zentrale normative Praktiken kollektive Bedürfnisse nach Koordination, Konfliktbewältigung und Nicht-Dominierung erfüllen. Anknüpfend an Humes Genealogie der Gerechtigkeit, Williams’ Genealogie der Wahrhaftigkeit und verwandte Arbeiten zeigt er, wie Begriffe wie Eigentum, Wissen und testimoniale Gerechtigkeit soziale Kooperation und politische Legitimität tragen. Damit bietet er der Sozial- und politischen Philosophie eine Möglichkeit, sowohl die Persistenz von Ideen und Institutionen als auch die Gründe zu erklären, auf deren Grundlage sie kritisiert werden können.
Koordination, Genealogie, Geschichte, Hume, Nietzsche, politische Philosophie
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