Gerechtigkeit 3
The Essential Superficiality of the Voluntary and the Moralization of Psychology
Philosophical Studies 179 (5): 1591–1620. 2022. doi:10.1007/s11098-021-01720-2
Argumentiert, dass der Begriff des Freiwilligen ein wesentlich oberflächlicher Begriff ist, der wichtige Arbeit leistet, sofern wir nicht versuchen, ihn metaphysisch zu vertiefen, und dass Versuche einer solchen Vertiefung eine problematische Tendenz illustrieren, unser Verständnis des Geistes unter dem Druck moralischer Bestrebungen zu verbiegen.
Geschichte, Gerechtigkeit, Moralpsychologie, Handlungsfähigkeit, Verantwortung, Handlungsphilosophie
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Nietzsches affirmative Genealogien
Deutsche Zeitschrift für Philosophie 67 (3): 429–439. Auf Einladung. 2019. doi:10.1515/dzph-2019-0034
Argumentiert, dass Nietzsche neben seinen bekannten kritischen Genealogien auch „affirmative Genealogien“ entwickelt hat, die nicht historisch situiert sind. Diese Genealogien untersuchen die „praktischen Ursprünge“ von Begriffen wie Gerechtigkeit und Wahrheit und zeigen, wie sie instrumentell aus grundlegenden menschlichen Bedürfnissen hervorgehen. Indem diese Vorgehensweise diese Begriffe als naturalistisch verständlich und praktisch unverzichtbar darstellt, bietet sie eine affirmative Rechtfertigung, die ich mit Nietzsches späterer Idee einer „ökonomischen Rechtfertigung der Moral“ verbinde.
Genealogie, Geschichte, Gerechtigkeit, Moral, Nietzsche, Wahrheit
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Nietzsche’s Pragmatic Genealogy of Justice
British Journal for the History of Philosophy 25 (4): 727–49. 2017. doi:10.1080/09608788.2016.1266462
Untersucht Nietzsches Auffassung, dass das Ideal der Gerechtigkeit eine kontingente politische Entwicklung ist, die erst entsteht, wenn Parteien ungefähr gleicher Macht ein System von Austausch und Vergeltung brauchen, um eine wechselseitig gesicherte Zerstörung zu vermeiden; damit ist die Anwendbarkeit von Gerechtigkeitsnormen ursprünglich an Machtverteilungen gebunden. Diese Perspektive fasst Gerechtigkeit als eine von Menschen geschaffene Lösung für das wiederkehrende Problem sozialer Ordnung. Das Verständnis dieser Ursprünge vindiziert Gerechtigkeit als eine unverzichtbare Erfindung für das soziale Leben.
Genealogie, Macht, politische Philosophie, 19. Jahrhundert, Gerechtigkeit, Nietzsche
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