Deliberation 4
Dropping Anchor in Rough Seas: Co-Reasoning with Personalized AI Advisors and the Liberalism of Fear
Philosophy & Technology 38 (170): 1–7. 2025. Eingeladener Kommentar. doi:10.1007/s13347-025-01006-z
Eine politische Kritik an personalisierten KI‑Beratern aus der Perspektive des Liberalismus der Furcht. Hebt die involvierten Machtasymmetrien hervor und argumentiert, dass Personalisierung die Gefahr birgt, Dominanz zu stabilisieren, indem strukturelle Ungerechtigkeiten in individualisierte, aspirationale Herausforderungen übersetzt werden. Anschliessend werden drei politische Beschränkungen für personalisierte KI vorgeschlagen: der Vorrang der Nicht-Beherrschung, die öffentliche Bestreitbarkeit operativer Normen und die Anerkennung nicht‑personalisierbarer bürgerschaftlicher Lasten.
KI, KI-Ethik, Deliberation, Liberalismus, Liberalismus der Furcht, Nichtbeherrschung
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Internalism from the Ethnographic Stance: From Self-Indulgence to Self-Expression and Corroborative Sense-Making
The Philosophical Quarterly 75 (3): 1094–1120. 2025. doi:10.1093/pq/pqae051
Argumentiert, dass Bernard Williams’ Internalismus über Gründe die philosophische Grundlage seines Liberalismus bildet und dass er im Zusammenhang mit seinem späteren Werk zur Normativität genealogischer Erklärung und zur ethnographischen Haltung verstanden werden muss, in der wir uns imaginativ in eine begriffliche und motivationale Perspektive hineinversetzen, ohne sie zu bejahen.
Deliberation, Ethik, Genealogie, Geschichte, Internalismus, Metaethik
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On the Fundamental Limitations of AI Moral Advisors
Philosophy & Technology 38 (71): 1–4. 2025. Eingeladener Kommentar. doi:10.1007/s13347-025-00896-3
Argumentiert, dass die Asystematizität der Wahrheit zwar gegen die Personalisierung von KI-Moralberatern spricht, aber auch Beschränkungen für generalistische KI-Moralberater mit sich bringt.
KI, KI-Ethik, Deliberation, Asystematizität, LLM, Normativität
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Ethics Beyond the Limits: New Essays on Bernard Williams’ Ethics and the Limits of Philosophy
Mind 132 (525): 234–243. 2023. doi:10.1093/mind/fzaa077
Bespricht einen Sammelband mit Essays zu Williams’ Ethics and the Limits of Philosophy und bietet eine substanzielle Verteidigung von Williams gegen humesche Kritiken; es wird argumentiert, dass Williams tatsächlich vindizierende Genealogien für grundlegende ethische Begriffe wie Verpflichtung verwendet, diese jedoch von ihrer Verzerrung innerhalb des Moralsystems trennt. Synthetisiert unterschiedliche Deutungen von Williams’ Relativismus der Distanz und praktischer Notwendigkeit und deutet sie nicht als Skepsis, sondern als Untersuchungen von Authentizität und dem irreduzibel erstpersonalen Charakter der Deliberation. Stellt den Band als Beleg dafür dar, dass Williams’ Projekt nicht bloss destruktiv war, sondern ein befreiender Versuch, ethische Gedanken zu legitimieren, die ausserhalb der rigiden Grenzen moderner Moraltheorie existieren.
Bernard Williams, Ethik, Genealogie, Moralsystem, Metaethik, Deliberation
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