Begriffe 5
Explication or Amelioration? Carnapian Clarification as the Normative Basis for Conceptual Engineering
The Monist. Sonderheft zu Explication and Conceptual Engineering.
Da das Conceptual Engineering in eine nach Exaktheit strebende Explikation und eine nach Gerechtigkeit strebende Amelioration auseinanderzubrechen droht, läuft das Forschungsfeld Gefahr, seinen Fokus zu verlieren. Ich vertrete die These, dass eine Vereinigung dieser Projekte die Rückbesinnung auf eine zentrale Einsicht Rudolf Carnaps erfordert: dass jeder Versuch der Begriffsverbesserung mit dem vorläufigen Stadium der praktischen Klärung beginnen muss. Carnaps Auffassung von Klärung im Sinne prognostischer Leistungsfähigkeit bleibt jedoch normativ inert und einseitig auf Exaktheit ausgerichtet. Ich erweitere diesen Ansatz zu einer normativen Diagnose der Bedürfnisse, die der inferenziellen Struktur eines Begriffs zugrunde liegen. Dies macht deutlich, ob Eigenschaften wie Vagheit zu behebende Mängel oder bewahrenswerte Merkmale darstellen.
Carnap, Klärung, Normativität, Explizierung, Verbesserung, Conceptual Engineering
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Reasons of Love and Conceptual Good-for-Nothings
In Themes from Susan Wolf. Michael Frauchiger und Markus Stepanians (Hrsg.). Berlin: De Gruyter. Im Erscheinen.
Die Berufung auf die Instrumentalität von Begriffen weckt die Sorge, die ‚falsche Art von Gründen‘ zu liefern. Unter Rückgriff auf Susan Wolfs Arbeiten zu ‚Gründen der Liebe‘ argumentiere ich, dass diese Sorge unbegründet ist. Ferner untersuche ich Wolfs Begriff der ‚wertvollen Taugenichtse‘, um zu zeigen, wie nicht-instrumentelle Werte letztlich die Bedeutung von Gründen der Liebe für die Begriffsverwendung untermauern.
Begriffe, Begriffsethik, Conceptual Engineering, Motivation, Gründe der Liebe, Normativität
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Defending Genealogy as Conceptual Reverse-Engineering
Analysis 84 (2): 385–400. 2024. Symposium zu meinem The Practical Origins of Ideas. Auf Einladung. doi:10.1093/analys/anad010
Antwortet auf Kommentare von Cheryl Misak, Alexander Prescott‑Couch und Paul Roth.
Analyse, Begriffe, Conceptual Engineering, begriffliche Rückwärtsanalyse, Genealogie, Geschichte
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Debunking Concepts
Midwest Studies in Philosophy 47 (1): 195–225. Auf Einladung. 2023. doi:10.5840/msp2023111347
Argumentiert, dass die Entlarvung von Begriffen über die Beurteilung ihrer epistemischen Vorzüge hinausgehen und auch eine moralische, soziale und politische Bewertung auf Grundlage ihrer gesellschaftlichen Funktionen und Wirkungen umfassen sollte.
Begriffe, Begriffsethik, genealogische Entlarvung, Genealogie, Ideologiekritik, Methodologie
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The Points of Concepts: Their Types, Tensions, and Connections
Canadian Journal of Philosophy 49 (8): 1122–1145. 2019. doi:10.1080/00455091.2019.1584940
Indem er vier Bedeutungen unterscheidet, in denen man sagen kann, dass Begriffe einen „point“ haben, löst dieser Aufsatz die Spannung zwischen dem Anspruch von Erklärungen, die beim Witz eines Begriffs ansetzen, informativ zu sein, und der – für Dummetts Sprachphilosophie, aber auch für die Literatur zu thick concepts zentralen – These, dass die Beherrschung von Begriffen bereits das Erfassen ihres „point“ voraussetzt.
Begriffe, Begriffsethik, Begrifflich Funktionen, Conceptual Engineering, Metaphilosophie, Normativität
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